Terrasse auf sandboden in peine edemissen

Lokale vorschriften in peine-edemissen

bevor sie mit den erdarbeiten beginnen, ist es unerlässlich, die örtlichen gegebenheiten und vorschriften zu prüfen. Die stadt peine, zu der edemissen gehört, hat spezifische bau- und flächennutzungspläne. Eine terrasse kann in nordrhein-westfalen unter umständen verfahrensfrei sein (§65 bauo NRW abs. 1 nr. 1), wenn ihre grundfläche 30 m² und ihre höhe 1 m über geländeoberkante nicht überschreitet. Trotzdem müssen alle öffentlich-rechtlichen vorschriften, insbesondere bezüglich abstandsflächen und standsicherheit, eingehalten werden.
  • Prüfen sie den aktuellen flächennutzungsplan der stadt peine für edemissen auf spezifische bebauungspläne oder schutzgebiete.
  • Informieren sie sich beim bauamt des landkreises peine über potenzielle auflagen, auch wenn das vorhaben verfahrensfrei sein sollte.
  • Ein bauherr in peine-edemissen erhielt kürzlich eine ablehnung für eine terrassenerweiterung, da die standsicherheit auf einem inhomogenen untergrund nicht ausreichend nachgewiesen war. Prüfen sie daher stets die erfordernisse eines bodengutachtens, auch bei vermeintlich "einfachem" sandboden.

Technische anforderungen (din 18300, bauo NRW)

die fachgerechte ausführung ihrer terrasse auf sandboden erfordert die beachtung spezifischer normen und gesetze:

Din 18300 "erdarbeiten":

diese norm ist maßgeblich für den aushub, die bodenklassifizierung und die verdichtung. Für sandböden sind folgende aspekte entscheidend:
  • abschnitt 3.2.1 (frosttiefe): auch wenn reiner sandboden selbst wenig frostempfindlich ist, müssen fundamentbereiche, randeinfassungen und die tragenden punkte für stelzlager mindestens 80 cm unter geländeoberkante gegründet werden, um hebungen durch frostwirkungen im kapillarwasserbereich oder darunterliegende frostempfindliche schichten zu vermeiden.
  • abschnitt 3.2.2 (verdichtung): sandböden müssen sorgfältig und lagenweise verdichtet werden, um die erforderliche tragfähigkeit zu erreichen und spätere setzungen zu verhindern. Eine dynamische lastplatte (plattendruckversuch) kann zur überprüfung der verdichtung eingesetzt werden.

Bauo NRW (landesbauordnung nordrhein-westfalen):

auch bei verfahrensfreien vorhaben muss die standsicherheit des bauwerks gewährleistet sein (§13 bauo NRW). Dies bedeutet, dass die gewählte fundamentierung den statischen anforderungen genügen und gegen setzungen sowie frost geschützt sein muss.

Häufige fehler beim terrassenbau auf sandboden

trotz der guten drainageeigenschaften von sandboden gibt es typische fehlerquellen, die die standsicherheit und dauerhaftigkeit ihrer terrasse gefährden können:
  • unzureichende verdichtung des sanduntergrunds: sand muss lagenweise (max. 30 cm schichthöhe) mit rüttelplatten verdichtet werden. Eine mangelhafte verdichtung führt unweigerlich zu späteren setzungen und unebenheiten.
  • nichtbeachtung der frosttiefe für randeinfassungen oder punktfundamente: obwohl sand selbst frostunempfindlich ist, können sich darüberliegende schichten oder unzureichend tiefe gründungen durch frost im kapillarwasserbereich anheben. Mindestens 80 cm gründungstiefe ist in NRW für frostgefährdete bauteile einzuhalten.
  • fehlende kapillarbrechende schicht bei anstehendem feuchteproblem: sollte unter dem sandboden eine lehmigere, weniger durchlässige schicht oder hoher grundwasserstand vorhanden sein, kann kapillarwasser bis in den terrassenaufbau aufsteigen. Eine kapillarbrechende schicht aus grobkies oder eine dränmatte ist dann unerlässlich.
  • ignorieren des lokalen grundwasserspiegels: selbst bei sandboden kann ein dauerhaft hoher grundwasserstand die materialeigenschaften beeinflussen und eine spezifische abdichtung oder dränage erfordern. Eine vorabprüfung ist hier essenziell.