Gartenhaus mit plinten in augsburg hammerschmiede

Technische anforderungen (din 18300, din 1054)

unabhängig von der lokalen bauordnung müssen die allgemeinen regeln der technik beachtet werden. Hier sind insbesondere die folgenden normen relevant:
  • din 18300 (vob/c - erdarbeiten): diese norm regelt die ausführung von erdarbeiten und legt unter anderem anforderungen an die gründungstiefe fest. Bei frostempfindlichen böden, wie lehm, ist eine frostfreie gründungstiefe unerlässlich, um schäden durch frosthub zu vermeiden. Gemäß din 18300, abschnitt 3.2.1, ist in deutschland eine mindestgründungstiefe von 80 cm unter geländeoberkante einzuhalten, um frostfreiheit zu gewährleisten. Dies gilt für alle fundamenttypen auf frostempfindlichem boden.
  • din 1054 (baugrund - sicherheitsnachweise): diese norm behandelt die standsicherheit von bauwerken und legt anforderungen an die baugrunderkundung und die ermittlung der zulässigen bodenpressung fest. Bei größeren oder statisch anspruchsvolleren gartenhäusern (> 30 m² grundfläche oder bei komplexer konstruktion) kann ein baugrundgutachten erforderlich sein, um die tragfähigkeit des bodens präzise zu bestimmen.
  • lastannahmen: die bemessung der fundamente muss die eigenlast des gartenhauses (inkl. Dachbegrünung, sofern vorhanden), windlasten (gemäß din en 1991-1-4) und schneelasten (gemäß din en 1991-1-3) berücksichtigen. Für augsburg sind z.B. Schneelastzone 2a und windlastzone 1 (inland) relevant.

Fundamenttypen für gartenhaus mit plinten auf lehmboden

die auswahl des fundamenttyps hängt stark von der größe, dem gewicht des gartenhauses und den genauen eigenschaften des lehmbodens ab. Hier eine übersicht gängiger und geeigneter fundamenttypen mit spezifischen angaben für lehmboden in augsburg-hammerschmiede:
fundamenttyp mindesttiefe (auf lehm) material kostenschätzung (pro einheit, grob)
punktfundament (klassische plinte) 80 cm (frostfrei) beton c20/25, bewehrung bei bedarf 50 - 150 € pro plinte
streifenfundament (für durchgehende lasten) 80 cm (frostfrei) beton c20/25, bewehrung nach statik 80 - 150 € pro lfm
fundamentplatte (flächenverteilt) 80 cm (unterhalb der platte umlaufend) beton c20/25 (15-20 cm dick), bewehrung nach statik 70 - 120 € pro m²
schraubfundament (alternativ für leichtere lasten) ≥ 100 cm (herstellerangaben beachten, ggf. Bodengutachten) verzinkter stahl 80 - 250 € pro schraubfundament
hinweis zur gründung: bei stark bindigen und schlecht tragfähigen lehmböden kann eine gründung auf einer sauberkeitsschicht aus schotter (z.B. 15-20 cm schotter 0/32 mm, verdichtet) unter den fundamenten sinnvoll sein, um die last zu verteilen und kapillarbrechend zu wirken. Bei plattenfundamenten ist eine magerbetonschicht (z.B. C8/10, 5 cm dick) auf verdichtetem schotter (20-30 cm) üblich.

Schritt-für-schritt-anleitung für ihr gartenhaus-fundament

  1. Schritt 1: standortanalyse und genehmigungsprüfung

    prüfen sie den flächennutzungsplan und den bebauungsplan der stadt augsburg für ihr grundstück. Klären sie insbesondere die bodenart (lehm/moräne/sand), die baugrenzen und ob ihr vorhaben als verfahrensfreies bauvorhaben gilt. Kontaktieren sie bei unsicherheiten das bauamt der stadt augsburg.
  2. Schritt 2: baugrundbeurteilung vor ort

    führen sie eine einfache bodenprobe durch: graben oder bohren sie an mehreren stellen im geplanten fundamentbereich mindestens 60 cm tief. Bei klebrigem, plastischem und rissigem material, das sich gut formen lässt, handelt es sich um lehm. Dokumentieren sie die schichtenfolge und das vorhandensein von grundwasser.
  3. Schritt 3: fundamentplanung und dimensionierung

    wählen sie das passende fundament (z.B. Punktfundamente für plinten). Bei lehmboden ist eine frostfreie gründungstiefe von mindestens 80 cm unter der geländeoberkante (gemäß din 18300, abschnitt 3.2.1) zwingend einzuhalten. Planen sie ggf. Eine kapillarbrechende schotterschicht unter den fundamenten und eine umlaufende drainage, besonders wenn stauwasser zu erwarten ist.
  4. Schritt 4: dokumentation und ausführung

    dokumentieren sie die ausführung der fundamente mit fotos in verschiedenen bauphasen (baugrube, bewehrung, betonierung). Erstellen sie eine einfache skizze der fundamentlage und -tiefe. Dies ist im falle einer nachträglichen genehmigung oder bei späteren fragen zur standsicherheit von vorteil. Die ausführung der betonarbeiten sollte bei frostfreiem wetter erfolgen und der beton vor zu schnellem austrocknen oder frost geschützt werden.